Ein Kirchentag im Kleinen

Ein Kirchentag im Kleinen

Die Premiere war ein voller Erfolg: zur ersten Bezirksfreizeit im Kirchenbezirk Süddeutschland kamen über 100 Teilnehmer. Sie erlebten einen kleinen Kirchentag mit besinnlichen Themen, geistlicher Gemeinschaft und viel Spaß miteinander.

Für die Bezirksfreizeit im Kirchenbezirk Süddeutschland in der Woche nach Ostern war das Gelände der DEULA in Kirchenheim/Teck ideal. Die über 100 Teilnehmer fanden dort ein geräumiges Gelände und ein Hauptgebäude mit zahlreichen Schlafzimmern und Räumen für die Workshops vor. Außerdem wurden sie hervorragend verköstigt. Ein ganz großer Dank geht an Rüdiger Heining, der die DEULA in Kirchheim/Teck leitet und generalstabsmäßig dafür sorgte, dass die Rahmenbedingungen gut funktioniert haben.

Eine Freizeit dieser Art hat den riesigen Vorteil, Menschen nicht nur aus den Gemeinden unseres Bezirks zusammenzubringen, sondern auch Menschen aus allen Altersgruppen. Für die Kinder gab es ein aktionsreiches Angebot, die Konfirmanden absolvierten ihr buntes Freizeitprogramm, die Jugendlichen freuten sich über Themen und Aktivitäten, die zu ihrem Alter passen, und die Erwachsenen waren auch bestens versorgt durch das Angebot von Workshop und Freizeit. So kamen alle mehrmals am Tag miteinander in Berührung, haben sich gegenseitig bereichert und von einander lernen können.

Die 21 Konfirmanden beschäftigten sich mit dem Thema „Kirche und SELK“. So musste der Superintendent Fragen beantworten wie: „Was machst du als Superintendent eigentlich?“, „Wenn du auch einen Pfarrbezirk zu betreuen hast, wie viele Stunden in der Woche verbringst du damit, die Aufgaben als Superintendent zu erledigen?“, „Was ist deine Lieblingsfarbe?“ (Man merkt, einige Konfirmanden waren in ihren Fragen sehr einfallsreich gewesen). Ständig bekamen aber auch die Konfirmanden Aufgaben, die in irgendeiner Weise mit dem Thema Kirche zu tun hatten, z.B.: wer kann die meisten Kirchenbegriffe sammeln, die kein anderer hat, wie ‚Pfarrkonvent‘ oder ‚Stola‘ oder ‚Antipendien‘. Langeweile hatten die „Konfis“ auf jeden Fall nicht.

Zudem gab es viele Workshops zu ganz unterschiedlichen Themen. Dr. Torsten Sternberg, Leiter der Servicestelle Fundraising, Engagementförderung und Beziehungspflege der Evangelischen Landeskirche in Baden, sprach über das Thema Fundraising (Unterstützung/Spenden sammeln). Pfr. i. R. Peter Wroblewski leitete einige gutbesuchte Workshops zum Thema Konflikte, wie sie entstehen und wie sie beigelegt werden können. Missionsdirektor Roger Zieger gab in einem Workshop Einblick in das Thema: „Mission in der Ferne und vor der Haustür". Prof. Dr. Achim Behrens von der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel der SELK stellte einige Seminarbausteine für die Gemeindearbeit vor: „Was heißt hier ‚lutherisch‘?“. Roman Carius aus Hamburg flog ein, um die Gitarristen weiterzubilden.

Noch im Programm: Osterfreude tanzen, Buch binden, Singen neuer Lieder, Dankkarten basteln, Bible Art Journaling und Holzarbeiten. In den großen Hallen der DEULA konnte man sogar einen Trecker oder Gabelstapler fahren.

Am Samstagabend gab es einen bunten Abend, den der 15-jährige Kristian Kiunke souverän moderierte. Jeder konnte etwas Lustiges oder Unterhaltsames präsentieren. Ein Höhepunkt war der mutige und schöne Gesang unserer Konfirmandin Aline Krick, die ein Poplied vortrug. Verdienterweise bekam sie lang anhaltenden Applaus! Ebenso Dörte Pape, die sehr professionell und ansprechend ein Frank Sinatra Lied sang, begleitet durch Herrn Carius an der Gitarre und Pfr. Volkmar Schwarz am Keyboard. Zur großen Freude aller haben die Pfarrer den Sketch „Die Katze ist an allem Schuld“ aufgeführt – ein Konfirmandenfreizeitklassiker.

Einen geistlichen Rahmen hatten die Tage durch die Andachten am Vormittag und am Abend. Dazu versammelten sich die vielen Teilnehmer im Versammlungsraum in einem sehr großen Stuhlkreis. Der Gesang wurde begleitet durch Gitarristen und Pianisten, die sich spontan dazu bereit erklärten.

Der Gottesdienst am Sonntag war der krönende Abschluss der Freizeit. Viele Gruppen konnten die Frucht ihrer Arbeit im Gottesdienst zeigen. Auf dem Altar brannte die Freizeitkerze, die über die Tage liebevoll gebastelt wurde und das Thema des Gottesdienstes trug: „Menschen zu Christus tragen“. Die Kerze wird im kommenden Jahr durch die Gemeinden wandern, um alle sowohl an die schöne Freizeit, wie auch an unsere Freude und Pflicht, des Zu-Christus-Tragens zu erinnern. Die Kinder und der Jugendchor sangen, der Gitarrenchor begleitete Lieder und der Posaunenchor beindruckte mit Vor- und Nachspiel und mit der Choralbegleitung. Der Superintendent hielt die Predigt zum Thema des Gottesdienstes. Im Anschluss hatten alle Freizeitteilnehmer und die vielen Gäste des Gottesdienstes die Möglichkeit, bei einem Mittagessen die wunderbaren Tage ausklingen zu lassen. (Quelle: Gemeindebrief Immanuelsgemeinde Stuttgart)


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